Griesheim · Thüringen · seit 1710

Das Fröbelhaus

Ein Fachwerkhaus von 1710 in Griesheim — hier wohnte Friedrich Fröbel, als er sein Wirken begann.

Die ganze Geschichte

DIE GESCHICHTE

Drei Jahrhunderte, ein Haus

Mitten im thüringischen Griesheim steht ein Fachwerkhaus, das sein Baujahr im Stein trägt: 1710, gemeißelt in den Sandsteintorbogen. Es war fürstlicher Sommersitz, Forsthaus und Gärtnerei — und für einige Monate der Ort, an dem ein Mann sein Lebenswerk begann, dessen Ideen die Erziehung weltweit verändern sollten: 1816 mietete Friedrich Fröbel hier die obere Etage und gründete in diesem Haus seine erste Schule.

Am 13. November 1816 gründete Fröbel hier in Griesheim die „Allgemeine deutsche Erziehungsanstalt“ — seine erste Schule, mit fünf Zöglingen aus dem eigenen Familienkreis. Was so klein begann, führte über Keilhau bis nach Bad Blankenburg, wo Fröbel 1840 den ersten Kindergarten der Welt gründete.

Die Geschichte des Hauses

Sandsteingewände der Haustür mit datiertem Türsturz und Hausnummer 6

DER PÄDAGOGE

Friedrich Fröbel (1782–1852)

Friedrich Fröbel gilt als Begründer des Kindergartens. Geboren 1782 in Oberweißbach, nur wenige Wegstunden von hier, entwickelte er eine Pädagogik, die das Spiel ernst nimmt: „Spielen, Spiel ist die höchste Stufe der Kindesentwicklung“, schrieb er 1826. Sein Weg als Schulgründer begann 1816 in Griesheim.

Friedrich Fröbel kennenlernen

EINDRÜCKE

Das Haus heute

Das Fröbelhaus ist heute in privater Hand und wird behutsam erhalten.

„Friedrich Fröbel begann hier sein Wirken für deutsche Erziehung.“

Gedenktafel, gestiftet 1916 von der Erziehungsanstalt Keilhau und ihren ehemaligen Schülern

Mehr zur Tafel

Gedenktafel für Friedrich Fröbel an der Außenwand des Fröbelhauses, vergoldete Schrift
Hofansicht des Fröbelhauses mit Backhaus, Sandsteintorbogen und Fachwerk-Wohnhaus

KONTAKT

Griesheim, Thüringen

Das Fröbelhaus steht in Griesheim, einem Ortsteil von Stadtilm im Ilm-Kreis — zwischen Erfurt und Rudolstadt, mitten im Fröbel-Land zwischen Oberweißbach, Keilhau und Bad Blankenburg. Es ist ein bewohntes Baudenkmal in Privatbesitz, kein Museum. Wer mehr über das Haus und seine Geschichte erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, uns zu schreiben.

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